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Session-Monitor

Ein Audit-Log beantwortet „wer hat was gemacht”. Der Session-Monitor beantwortet die andere Frage: wer ist gerade drin. Das ist die Ansicht, die man braucht, wenn ein Konto auffällig wird, wenn nach einem Passwortwechsel noch alte Anmeldungen offen sein könnten, oder wenn schlicht die Frage im Raum steht, ob außer einem selbst noch jemand am System arbeitet.

Zu finden im Admin-Panel unter Sitzungen.

SpalteBedeutung
BenutzerAnmeldename; die eigene Sitzung ist markiert
RolleRolle in dieser Organisation
AdresseAdresse, unter der die Anmeldung am Server ankam
ProgrammBrowser und Betriebssystem, aus dem User-Agent verkürzt (der vollständige String steht im Tooltip)
Knotenwelcher Anwendungsknoten die Anmeldung angenommen hat
Angemeldetwie lange die Anmeldung schon besteht
Letzte Aktivitätwann zuletzt eine Anfrage kam
Läuft abEnde der Sitzung, wenn nichts mehr passiert

Die Liste frischt sich alle 20 Sekunden auf; das Suchfeld filtert über Benutzer, Adresse, Knoten und Programm.

Jede Zeile trägt einen Fingerabdruck statt des Sitzungstokens: ein kurzer, nicht umkehrbarer Wert, der bei derselben Sitzung immer gleich aussieht.

Das ist kein Detail, sondern der Grund für die Bauweise. Der Sitzungstoken ist der Ausweis: Wer ihn hat, ist der angemeldete Benutzer. Eine Übersicht, die ihn ausgibt, wäre eine Liste übernehmbarer Anmeldungen — und zwar auch für jemanden, der nur zuschauen darf. Der Fingerabdruck leistet, wozu die Anzeige da ist (zwei Sitzungen auseinanderhalten, eine über die Zeit wiedererkennen), ohne das zu ermöglichen.

Nur die eigene Organisation. Gefiltert wird auf dem Server, bevor die Antwort das Haus verlässt — nicht in der Oberfläche. Die Sicht über mehrere Organisationen hinweg gibt es nur im Operator-Panel der Cloud-Variante, und das ist bewusst eine andere Befugnis.

Ein gemeinsamer Sitzungsspeicher ist Voraussetzung. Die Ansicht braucht Valkey (DNSE_VALKEY_ADDR). Ohne ihn hält jeder Prozess seine Sitzungen für sich; die Seite meldet dann, dass sie nicht auflisten kann. Das ist ehrlicher als eine leere Tabelle: es gibt Sitzungen, sie sind nur nicht einsehbar.

Die Adressspalte ist so gut wie der Reverse Proxy. Angezeigt wird, was am Knoten ankommt. Überschreibt der Proxy X-Forwarded-For mit $remote_addr, statt ihn mit $proxy_add_x_forwarded_for anzuhängen, steht hier die Adresse des vorherigen Sprungs. Und steht DNSE_TRUSTED_PROXIES auf 0.0.0.0/0, glaubt die Anwendung jedem gesetzten Header — dann ist die Spalte ein Hinweis, kein Beweis.

Beenden gehört nicht dazu. Die Ansicht zeigt, sie greift nicht ein. Um eine Anmeldung zu beenden, setzen Sie das Passwort des Benutzers zurück.