Provider-Umzug
Der Umzug einer Domain zu einem anderen Anbieter ist heikel, weil zwischen „Einträge sind drüben angelegt” und „die Welt fragt drüben” eine Lücke klafft. Der Migrationsmodus schließt sie: Er bereitet vor, erkennt die Umschaltung und schließt ab.
Voraussetzungen
Abschnitt betitelt „Voraussetzungen“- Die Domain existiert bereits beim Ziel-Anbieter (dort angelegt, noch ohne Delegation).
- Ein Account für den Ziel-Anbieter liegt im selben Projekt wie die Zone.
Zone öffnen → Zu anderem Provider umziehen… und den Ziel-Account wählen. Danach passiert Folgendes:
- Vorbereiten. Die Domain wird beim Ziel-Account übernommen und alle verwalteten Record Sets werden sofort dorthin kopiert. SOA und die Apex-NS-Einträge bleiben außen vor — die gehören jeweils dem Anbieter.
- Prüfeintrag. Beim Ziel wird ein TXT-Eintrag
_dnse-migrationmit einem Zufallstoken gesetzt. - Umstellen (durch dich). Nameserver der Domain beim Registrar auf den neuen Anbieter setzen.
- Erkennen. Die Instanz fragt den Prüfeintrag minütlich über das öffentliche DNS ab. Solange die alten Nameserver antworten, ist er nicht auflösbar. Erst wenn die öffentlichen Resolver ihn ausliefern, hat der neue Anbieter tatsächlich übernommen.
- Abschließen. Der Umzug wird automatisch als abgeschlossen markiert und der Prüfeintrag wieder entfernt.
Während Schritt 3 und 4 zeigt die Zone ein Banner mit dem Zielaccount; ein Klick darauf stoppt den Vorgang, falls doch etwas dazwischenkommt.
Was nicht passiert
Abschnitt betitelt „Was nicht passiert“Gelöscht wird nichts. Die alte Zone bleibt vollständig verwaltet, auch nach dem Umschalten — sie aus der Verwaltung zu nehmen, ist ein bewusster eigener Schritt. Verschwindet die Domain beim alten Anbieter schneller, als der neue greift, bleiben Zone und Einträge ebenfalls erhalten.
Läuft eine Migration, ist ein zweiter Start für dieselbe Zone gesperrt. Ein Neustart der Instanz unterbricht die Überwachung nicht: laufende Umzüge werden beim Start wieder aufgenommen.