Zertifikate
DNS-Editor stellt Zertifikate über ACME aus und weist die Domain per DNS-01 nach: Der nötige Prüfeintrag wird beim Anbieter der Zone gesetzt. Der Vorteil gegenüber HTTP-01 ist, dass der anfordernde Server nicht aus dem Internet erreichbar sein muss — interne Dienste bekommen so öffentlich vertrauenswürdige Zertifikate.
Voraussetzungen
Abschnitt betitelt „Voraussetzungen“- Auf Instanzebene eine ACME-Konto-Adresse:
DNSE_ACME_EMAIL. Ohne sie ist die Funktion aus. - Im Projekt eine Let’s-Encrypt-Konto-E-Mail (Projekt-Einstellungen).
- Die betroffene Zone muss verwaltet sein und ihr Account funktionieren — der Prüfeintrag wird über den Provider gesetzt.
Ausstellen
Abschnitt betitelt „Ausstellen“Projekt → Zertifikate → Anfordern. Angegeben werden die Namen, die das Zertifikat abdecken soll (SAN-Umfang). Der Rest läuft automatisch: Prüfeintrag setzen, Freigabe abwarten, Zertifikat abholen, Prüfeintrag entfernen.
In Split-DNS-Umgebungen scheitert manchmal die Vorabprüfung der autoritativen Nameserver. Dann hilft eine feste Wartezeit statt der Prüfung:
DNSE_ACME_PROPAGATION=90sErneuerung
Abschnitt betitelt „Erneuerung“Zertifikate erneuern sich selbsttätig, bevor sie ablaufen. Nähert sich eines trotzdem dem Ende, geht 14 Tage vorher eine Erinnerung an die Administratoren des Mandanten und an die ACME-Adresse des Projekts — denn dann schlägt die Erneuerung offenbar wiederholt fehl, und genau das muss jemand erfahren.
Herunterladen
Abschnitt betitelt „Herunterladen“Ausgestellte Zertifikate lassen sich als Datei abrufen. Der private Schlüssel wird nicht dauerhaft vorgehalten: Die Ablage ist kurzlebig, und wer das Material erneut braucht, stellt neu aus. Für Anwendungen, die Zertifikate automatisch beziehen sollen, sind ein SDK und ein Deployment-Agent geplant, aber noch nicht gebaut.
Demo-Modus
Abschnitt betitelt „Demo-Modus“Mit DNSE_DEMO=on werden selbstsignierte Zertifikate erzeugt. So lässt sich
der Ablauf durchspielen, ohne ein echtes ACME-Verzeichnis zu kontaktieren.