Zum Inhalt springen

Sub-Zonen

Eine Sub-Zone bündelt Einträge unter einem gemeinsamen Namen innerhalb einer verwalteten Zone. Wer viele Namen unter dev.example.com, kunde-a.example.com oder intern.example.com pflegt, bekommt dafür eine eigene Seite statt einer langen Liste, in der alles durcheinandersteht.

Was tatsächlich passiert: der Eintrag www in der Sub-Zone dev ist das Record Set www.dev der Zone example.com. Beim Anbieter steht ein ganz normaler Eintrag www.dev.example.com — DNS wie immer, nur anders sortiert.

in der Sub-Zone devin der Zonebeim Anbieter
@ Adev Adev.example.com
www Awww.dev Awww.dev.example.com

Die Sub-Zone hat also einen eigenen Apex: @ steht dort für den Namen der Sub-Zone selbst. Das ist DNS-korrekt — ein Name darf gleichzeitig eigene Einträge tragen und Kinder haben.

Weil nichts delegiert wird, funktionieren Sub-Zonen bei allen unterstützten Anbietern, auch bei denen, die über ihre API gar keine Zonen anlegen können.

Zwei Wege, beide führen zum selben Ergebnis:

  • Zonenübersicht → Sub-Zone anlegen — übergeordnete Zone auswählen, Namen eingeben. Der Dialog zeigt live, welcher vollständige Name entsteht.
  • In einer Zone (oder Sub-Zone) → Sub-Zone anlegen — die neue hängt dann unter der geöffneten.

Der Name ist ein Namensteil, ohne Punkt. Für mehrere Ebenen legt man zuerst die übergeordnete Sub-Zone an und darunter die nächste — sonst entstünde ein Loch im Baum. Möglich sind bis zu zwei Sub-Zonen-Ebenen, mit der Zone also drei Ebenen insgesamt: sub2.sub1.example.com geht noch, eine Stufe tiefer nicht mehr.

Bestehende Einträge wandern nicht. Gibt es schon www.dev, wenn dev angelegt wird, erscheint dieser Eintrag ab sofort in der Sub-Zone statt in der Zonenliste. Er wird nicht verändert, und beim Anbieter passiert nichts — nur die Sicht ordnet sich neu.

Sub-Zonen stehen eingerückt unter ihrer Zone. Über das Zeichen links lässt sich eine Zone einklappen und blendet damit ihre Sub-Zonen aus; dieser Zustand bleibt beim Seitenwechsel erhalten.

Die Spalte Einträge zeigt bei der Zone die Gesamtzahl ihrer Record Sets — also das, was beim Anbieter steht, Sub-Zonen-Einträge eingeschlossen. Die gedämpften Zahlen der Sub-Zonen darunter sind eine Aufschlüsselung davon, keine zweite Summe.

Hat eine Zone Sub-Zonen, stehen sie als erste Zeilen der Eintragstabelle. Ihre Einträge sind zunächst nicht sichtbar — ein Klick auf das Zeichen klappt sie auf, eingerückt und mit eigener Ampel. Bearbeiten führt in die Sub-Zone.

Einen Namen, der einer Sub-Zone gehört, kann man auf Zonenebene nicht anlegen: die Eingabe wird abgelehnt und bietet den Sprung in die zuständige Sub-Zone an. Ausgenommen sind Import und Drift-Übernahme — dort wäre eine Ablehnung schädlich, der Eintrag landet in der Sub-Zone.

Aufgebaut wie die Zonenseite, mit einem Brotkrumen-Pfad zurück zur Zone. Die Namen sind relativ zur Sub-Zone: www meint www.dev.example.com.

Verfügbar sind Record Sets anlegen und bearbeiten, Templates anwenden, Propagation prüfen und weitere Sub-Zonen anlegen.

Nicht verfügbar, weil es der Zone gehört: Nameserver (Apex-NS), DNSSEC, Anbieter-Umzug, Aus-der-Verwaltung-Nehmen, Zonendatei-Export/-Import, Abweichungen (Drift) und der Verlauf. Ein Hinweis am Fuß der Seite sagt das.

Eine Sub-Zone kann Mitglied einer Sync Group sein, genau wie eine Zone. In der Mitgliederauswahl steht sie eingerückt unter ihrer Zone. Die Sets der Gruppe landen dann unter ihrem abgebildeten Namen — ein Set www erreicht www.dev.example.com.

Dasselbe gilt für Templates: sie lassen sich auf eine Sub-Zone stempeln.

Einträge, die eine Gruppe pflegt, sind in der Sub-Zone genauso gekennzeichnet wie in der Zone: die Zeile trägt den Verweis ⟲ auf die Gruppe und führt beim Anklicken dorthin. Bearbeitet wird ein solcher Eintrag in der Gruppe, nicht in der Sub-Zone — sonst überschreibt ihn der nächste Durchlauf.

Die Gesamtsicht kennt Sub-Zonen: in der Übersicht stehen sie eingerückt unter ihrer Zone, und ein Suchtreffer nennt als Fundort die Sub-Zone statt der Zone — mit dem Namen relativ zu ihr. Der Klick führt entsprechend in die Sub-Zone.

Beim Löschen einer Sub-Zone entscheidet eine Ankreuzung über die Einträge:

  • Standard — behalten: nur der Namensraum verschwindet. Die Einträge stehen wieder unter ihrem vollen Namen in der Zonenliste; beim Anbieter passiert nichts.
  • Einträge mitlöschen: jeder Eintrag der Sub-Zone wird entfernt — im Soll-Zustand und beim Anbieter. Der Dialog nennt die Anzahl.

Eine Sub-Zone mit Unter-Sub-Zonen fällt nur samt diesen. Wird die Zone aus der Verwaltung genommen, verschwinden ihre Sub-Zonen mit; die Einträge beim Anbieter bleiben unangetastet.

  • Keine eigenen Rechte. Eine Freigabe wirkt auf die Zone und deckt ihre Sub-Zonen mit ab. Eine Sub-Zone allein an ein Team zu geben, geht nicht.
  • Kein eigenes DNSSEC, kein eigener SOA, kein eigenes Anbieterkonto.
  • Kein Umbenennen. Löschen mit „Einträge behalten” und neu anlegen führt praktisch zum selben Ergebnis.
  • Sub-Zonen zählen gegen kein Tarif-Limit — sie sind keine Zonen.