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Schnellstart

Dieser Schnellstart bindet den ersten Server an und zeigt, wo du danach weitermachst. Voraussetzung: LCM läuft und du bist als admin angemeldet (siehe Installation).

  1. Onboarding-SSH-Key hinterlegen (empfohlen).

    LCM hat beim ersten Start ein eigenes Schlüsselpaar erzeugt. Kopiere den Public Key aus Einstellungen → Allgemein und trage ihn auf dem neuen Server in ~/.ssh/authorized_keys von root ein. So kannst du den Server ohne Passwort anbinden. (Alternativ geht das Onboarding auch per Passwort.)

  2. Server anbinden (Join).

    Auf dem Dashboard „+ Server hinzufügen“ wählen und den geführten Dialog durchlaufen:

    • Host/IP, SSH-Port und Zugangsdaten (Passwort oder System-SSH-Key) eingeben. Als Login-Benutzer dient root oder - wenn Root-SSH deaktiviert ist - ein Benutzer mit sudo-Rechten; dessen Passwort wird für die einmalige Einrichtung an sudo übergeben (per sudo -S über stdin, nie im Klartext-Log).

      Root-SSH ist deaktiviert und es gibt keinen sudo-Benutzer? - Schritt für Schritt öffnen

      Viele Distributionen lassen root nicht per SSH herein (Ubuntu vergibt standardmäßig nicht einmal ein root-Passwort). So öffnest du den Root-Login kurz für die Aufnahme:

      1. An der Konsole des Servers anmelden (VM-/Cloud-Konsole oder direkt am Gerät) - per SSH kommt root ja noch nicht herein.

      2. Falls root noch kein Passwort hat: sudo passwd root ausführen und ein starkes Passwort vergeben.

      3. Root-Login für SSH erlauben - als Drop-in, das sich später rückstandsfrei entfernen lässt:

        Terminal-Fenster
        echo 'PermitRootLogin yes' | sudo tee /etc/ssh/sshd_config.d/00-root-onboarding.conf

        Auf älteren Systemen ohne /etc/ssh/sshd_config.d stattdessen in /etc/ssh/sshd_config die Zeile PermitRootLogin yes setzen (sshd nimmt je Option den zuerst gefundenen Wert - die vorhandene Zeile ändern, nicht ergänzen).

      4. SSH-Dienst neu starten: sudo systemctl restart ssh (Debian/Ubuntu) bzw. sudo systemctl restart sshd (RHEL, Fedora, openSUSE).

      5. Den Server in LCM mit Login-Benutzer root und dem Passwort aufnehmen.

      Danach wieder schließen: Nach der Aufnahme braucht LCM den Root-Login nicht mehr (eigener Service-User). Entweder das Drop-in entfernen (sudo rm /etc/ssh/sshd_config.d/00-root-onboarding.conf und SSH-Dienst neu starten) - oder bequemer die Server-Aktion „SSH-Root-Login deaktivieren” in LCM nutzen.

    • LCM zeigt den SSH-Host-Key-Fingerprint an - bestätige ihn, um Man-in-the-Middle abzusichern.

    • LCM legt auf dem Server einen dedizierten Service-User an, hinterlegt ein eigenes Schlüsselpaar und nimmt eine erste Bestandsaufnahme vor.

  3. Ampel & Details ansehen.

    Der Server erscheint mit Status 🟢🟡🔴 in der Übersicht. Ein Klick öffnet die Detailseite mit Hardware, Paketen, Repositories, Docker-Inventar und Speicher-Verlauf. Über das ⓘ am Status siehst du, warum ein Server gelb oder rot ist.

  4. In eine Gruppe stecken und automatisieren.

    Lege unter Gruppen eine Servergruppe an, weise ihr den Server zu und definiere eine Regel - z. B. einen täglichen Update-Schedule oder eine Firewall-Grundsatz-Regel. Siehe Gruppen, Schedules & Regeln.

  5. Optional: Sicherheit erhöhen.

    Aktiviere für dein Konto 2FA (Mein Konto → Zwei-Faktor) und richte für die zentrale Schwachstellenprüfung den CVE-Scan ein (Trivy vorausgesetzt).

Beim Onboarding und bei jedem Health-Check baut LCM eine kurzlebige SSH-Verbindung auf, liest den Zustand aus und protokolliert jede Aktion als Job mit exaktem Konsolen-Output. Die System-Gruppe bringt dafür bereits zwei Basis-Zeitpläne mit: einen Health-Check alle 15 Minuten und einen täglichen System-Sync (Hardware, Pakete, Docker-Check).