Synology DSM
LCM unterstützt Synology DSM als eigenen Gerätetyp - angebunden über die DSM-Web-API, nicht über SSH.
Warum API statt SSH
Abschnitt betitelt „Warum API statt SSH“DSM ist zwar Linux-basiert, aber kein verwaltbarer Linux-Server:
- Es gibt kein
/etc/os-release- LCMs Betriebssystem-Erkennung liefe ins Leere. - Der Kernel ist ein alter, von Synology gepflegter Fork (z. B. 4.4.x). Ein CVE-Scan darüber würde Falschalarme am Fließband erzeugen: die Sicherheitskorrekturen stecken in Synologys eigenen Fassungen, nicht in den Versionsnummern, gegen die eine CVE-Datenbank vergleicht.
- Pakete verwaltet
synopkg, nicht apt oder dnf. - Benutzer, Dienste und Firewall verwaltet DSM selbst. Ein LCM-Service-User
mit
sudowürde neben DSMs eigener Konfigurationsverwaltung stehen - und beim nächsten DSM-Update womöglich überschrieben.
Die dokumentierte Web-API liefert dagegen genau das, was für die Überwachung zählt - und zwar so, wie DSM selbst es sieht.
Was LCM erfasst
Abschnitt betitelt „Was LCM erfasst“| Bereich | Inhalt |
|---|---|
| System | Modell, DSM-Version, Seriennummer, CPU-Kerne, RAM, Laufzeit |
| Updates | ob eine neuere DSM-Fassung bereitsteht (und welche) - das zentrale Ampel-Kriterium |
| Pakete | installierte DSM-Pakete mit Version (im Paket-Tab sichtbar) |
| Speicher | Volumes: Gesamtgröße, Belegung und Zustand - fließt in Festplatten-Ampel und Speicher-Verlauf ein |
| Zeit | Zeitzone und NTP-Zustand samt Zeitserver (siehe Zeit & NTP) |
| Sicherheit | die Befunde des DSM-eigenen Security Advisors (Stufen risk und danger), nach Kategorien aufgeschlüsselt |
Beim Security Advisor übernimmt LCM bewusst DSMs eigene Bewertung, statt sie ohne Shell-Zugriff nachzubauen - Synology weiß am besten, was auf einem DSM eine Fehlkonfiguration ist.
Was auf DSM nicht geht
Abschnitt betitelt „Was auf DSM nicht geht“Firewall-Verwaltung, CVE-Scan, Paketquellen, Paket-Updates, Benutzer-Sync, SSH-Härtung, eingeschränkter Modus und Skript-/Custom-Aktionen sind gesperrt
- sie setzen eine Shell oder eine Paketverwaltung voraus. Ruft man sie über die API auf, antwortet LCM mit einer Meldung, die den Grund nennt (HTTP 409), statt in einen Folgefehler zu laufen. In einer Servergruppe werden solche Regeln auf DSM-Geräten benannt übersprungen - ein gemischter Zeitplan bleibt damit grün.
Health-Check und System-Sync laufen dagegen: sie erheben auf einem API-Gerät den Gerätezustand neu. Das ist dort die sachliche Entsprechung eines Verfügbarkeits-Pings und hält Ampel, Update-Stand und Speicher-Verlauf aktuell.
Gerät aufnehmen
Abschnitt betitelt „Gerät aufnehmen“-
In DSM ein eigenes Konto für LCM anlegen: Systemsteuerung → Benutzer & Gruppe, Mitglied der Gruppe administrators.
-
In LCM auf „+ Server hinzufügen” und oben den Modus Synology DSM wählen.
-
Name, Host, DSM-Port (Standard
5001), Konto und Passwort eintragen und auf Weiter klicken. -
LCM zeigt den SHA-256-Fingerprint des TLS-Zertifikats. Vergleiche ihn in DSM unter Systemsteuerung → Sicherheit → Zertifikat und bestätige.
DSM liefert ab Werk ein selbstsigniertes Zertifikat - eine Kettenprüfung gibt es hier also nicht. LCM merkt sich diesen Fingerprint und bricht die Verbindung künftig ab, wenn er sich ändert (Schutz vor Man-in-the-Middle, genau wie beim SSH-Host-Key).
-
Nach dem Anlegen erhebt LCM den Zustand sofort und zeigt das Gerät online.
Das Passwort wird AES-GCM-verschlüsselt gespeichert (wie alle Zugangsdaten in LCM) und ausschließlich für die Anmeldung an der DSM-API verwendet.
Ohne Paket- und CVE-Sicht tragen zwei Kriterien die Bewertung:
- Neuere DSM-Fassung verfügbar → Gelb, mit Versionsangabe.
- Befunde des Security Advisors (risk/danger) → Gelb, mit Anzahl und Kategorien.
Dazu kommen die allgemeinen Kriterien, die für jeden Server gelten: Erreichbarkeit, Festplattenbelegung und Speicher-Prognose.