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Status-Berechnung

Jeder Server trägt einen von vier Status: 🟢 Sehr gut (sattes Grün), 🟢 OK (helles Grün), 🟡 Warnung und 🔴 Kritisch. Diese Seite erklärt exakt, wie sich der Status ergibt. Über das am Status-Badge öffnet sich immer ein Popover mit den konkreten Gründen („Insights”) - bei Gelb/Rot die Probleme, bei OK die Punkte, die noch zu „Sehr gut” fehlen.

Der Status wird bei jedem Aufruf frisch aus den zuletzt erfassten Daten berechnet, in dieser Reihenfolge:

Ist der Server nicht erreichbar (offline, Auth-/Host-Key-Fehler), ist er sofort kritisch - außer für ihn ist „Nichterreichbarkeit unkritisch” gesetzt (Server-Einstellungen). Dann behält er seinen zuletzt berechneten Status und wird nur ausgegraut; erst nach Ablauf der Kulanzfrist (Standard 28 Tage, einstellbar 1-365) wird er doch kritisch.

  • Mindestens eine kritische CVE (nach Gewichtung, siehe unten).
  • Betriebssystem außerhalb des Herstellersupports (EOL) - oder weniger als einen Monat vor dem Support-Ende.

Jeder der folgenden Punkte macht den Server zur Warnung (und erscheint als eigener Insight):

KriteriumSchwelle
Hohe CVEs (gewichtet)≥ 1
Überfällige Paket-Updates≥ 1
Genutzte Docker-Images mit verfügbarem Update≥ 1
Belegung des Root-Volumes /≥ 85 %
System fordert Neustart an (z. B. nach Kernel-Update)ja
Letzter Job fehlgeschlagenja

Liegt keines der obigen Signale vor, ist der Server grün. Sehr gut erreicht er nur makellos, wenn alle drei Kriterien erfüllt sind:

  1. Null zählende CVEs - keine einzige bekannte Lücke, auch keine niedrigen (Docker-CVEs nicht relevanter Container zählen nicht mit, siehe unten).
  2. SSH-Härtung aktiv (nur Key-Login, kein Root-Passwort-Login).
  3. Firewall (ufw) aktiv - Proxmox-Systeme bringen ihre eigene Firewall mit und gelten als abgedeckt.

Fehlt eines davon, bleibt der Server bei OK - und das ⓘ-Popover listet genau auf, was noch fehlt.

Für Ampel und Alarme wird die rohe Trivy-Schwere kontextabhängig gewichtet; die Sicherheits-Ansichten zeigen weiterhin die Roh-Bewertung:

  • Docker-CVEs zählen standardmäßig gar nicht. Container sind isoliert, ihre Pakete von außen nicht direkt erreichbar, und für Image-Inhalte ist der Image-Anbieter verantwortlich. Nur Container, die im Docker-Tab ausdrücklich als „CVE-relevant” markiert sind, fließen ein - dann mit voller Schwere. Die Markierung hängt am Container-Namen und übersteht Image-Updates und Inventar-Scans.
  • CVEs exponierter Pakete eine Stufe höher - Webserver, Reverse-Proxies, Mail-/DNS-Server, Datenbanken (Liste unter Einstellungen → Allgemein) sowie automatisch erkannte Pakete, die auf von außen erreichbaren Ports lauschen.
  • Offline-tolerierte Server („Nichterreichbarkeit unkritisch”) behalten ihren letzten Status und erscheinen ausgegraut, bis die Kulanzfrist abläuft.
  • Demo-Server werden nie kontaktiert; ihr Status stammt aus den Demo-Daten.
  • Proxmox-Systeme erfüllen das Firewall-Kriterium automatisch (pve-firewall); die ufw-Verwaltung ist dort gesperrt.

Verwandte Seiten: Server & Monitoring, Sicherheit & CVE-Scans, Docker-Monitoring.