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MikroTik RouterOS

LCM unterstützt MikroTik RouterOS als eigenen Gerätetyp. Anders als bei Linux-Servern gibt es hier keine Paketverwaltung und keine POSIX-Shell - RouterOS bringt eine eigene CLI mit, die einzelne Kommandos über SSH-Exec entgegennimmt. Deshalb sind Firewall-Verwaltung, CVE-Scan, Paketquellen und Benutzer-Sync nicht möglich. LCM konzentriert sich auf das, was zählt: die Aktualität der RouterOS-Version.

  • Versions-Aktualität: Der Router meldet über /system package update check-for-updates selbst, ob eine neuere Version seines Kanals verfügbar ist. LCM vergleicht installed-version mit latest-version; sind sie verschieden, ist ein Update verfügbar und die Statusampel schaltet auf Gelb - mit dem Befund „Neuere RouterOS-Version verfügbar (x.y.z) - Update empfohlen”. Ein aktuelles, erreichbares Gerät erreicht die Bestnote.

  • Basis-Inventar aus /system resource print und /system routerboard print:

    FeldQuelle (RouterOS-CLI)
    Version + Kanalversion (z. B. 7.15.3 (stable)) bzw. check-for-updates
    Modell / Boardrouterboard model, sonst board-name/platform
    Architekturarchitecture-name (z. B. arm64, x86_64)
    CPU / Kernecpu, cpu-count
    RAM (gesamt/belegt)total-memory, free-memory
    Speicher (gesamt/belegt)total-hdd-space, free-hdd-space

Der Kanal (stable / long-term / testing) wird aus der Versionsangabe in Klammern bzw. dem channel-Feld übernommen.

Firewall-Aktivität, SSH-Härtung und Paket-CVEs fließen bei RouterOS nicht in die Bewertung ein - LCM kann diese Bereiche dort nicht verwalten und wertet sie deshalb nicht als Mangel.

Server hinzufügen → Modus MikroTik RouterOS. Es genügen Name, Host/Port (Standard-SSH-Port 22) und ein (möglichst nur lesender) RouterOS-Benutzer. Nach der Bestätigung des Host-Key-Fingerprints (MitM-Schutz, Trust-on-First-Use) verbindet sich LCM rein lesend. Zwei Authentifizierungswege:

  • Passwort: LCM verbindet sich sofort, liest Version und Inventar und legt das Gerät online an. Das Passwort wird AES-GCM-verschlüsselt gespeichert. Erkennt LCM kein RouterOS (kein /system resource print-Ergebnis), bricht das Onboarding mit einem klaren Hinweis ab.

  • Public Key: LCM erzeugt ein Schlüsselpaar und zeigt den Public Key an. Das Gerät bleibt zunächst offline, bis du den Schlüssel auf dem Router importierst:

    /user ssh-keys import public-key-file=lcm.pub user=<benutzer>

    Danach verbindet der nächste Refresh und das Gerät geht online.

FunktionAuf RouterOSWarum
Versions-ÜberwachungRouterOS-Eigencheck check-for-updates
Basis-Inventar/system resource/routerboard print
Aktualisieren (Neu-Scan) / Entfernenreine Überwachung
Firewall-Verwaltungkeine ufw/firewalld/nftables - eigene RouterOS-Firewall
CVE-Scankein Paketinventar/keine SBOM-Basis
Paketquellen (Repos)keine Linux-Paketverwaltung
Paket-UpdatesRouterOS aktualisiert das System als Ganzes
Benutzer-Synckeine POSIX-Benutzer//etc/passwd
SSH-Härtungkein sshd_config/keine Root-Shell
Sicherheits-Tools (fail2ban/CrowdSec)keine Paketverwaltung
DNS setzenkein /etc/resolv.conf/systemd-resolved

Diese Funktionen sind in der UI ausgeblendet bzw. werden serverseitig abgewiesen - sie setzen eine Linux-Paketverwaltung oder eine Root-Shell voraus, die RouterOS nicht bietet. Die RouterOS-Kommandos laufen bewusst roh (kein sudo/sh -c) über die RouterOS-CLI.