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DNS setzen & testen

LCM kann pro Server bis zu drei Nameserver setzen und die DNS-Verfügbarkeit prüfen - als Server-Aktion und als Gruppen-Regel. Das Setzen ist bewusst selbstsichernd: Bricht die Namensauflösung nach dem Schreiben, rollt LCM die Änderung automatisch zurück.

Unter Einstellungen → DNS werden zwei Listen gepflegt:

  • Vorgabe-Nameserver - erscheinen beim Setzen der Server-DNS als Auswahl. Je Zeile ein Eintrag, entweder Label = IP (z. B. Cloudflare = 1.1.1.1) oder nur die IP.
  • Test-Domains - die Domains, deren Auflösbarkeit der DNS-Test auf dem Server prüft (je Zeile eine).

Leere Felder = die eingebauten Standardlisten:

Vorgabe-Nameserver (Default)Test-Domains (Default)
Cloudflare = 1.1.1.1deb.debian.org
Cloudflare (2) = 1.0.0.1github.com
Google = 8.8.8.8cloudflare.com
Google (2) = 8.8.4.4
Quad9 = 9.9.9.9

Auf der Server-Detailseite über das Zahnrad → Abschnitt „DNS-Server”: bis zu drei Nameserver eintragen (freie IP oder Auswahl aus den Vorgaben) und „DNS anwenden”.

  • systemd-resolved aktiv → LCM schreibt das Drop-in /etc/systemd/resolved.conf.d/lcm-dns.conf und startet den Dienst neu:

    [Resolve]
    DNS=1.1.1.1 9.9.9.9
  • sonst → LCM schreibt /etc/resolv.conf (mit Sicherung *.lcm-bak, ein vorhandener Symlink wird zuvor entfernt):

    nameserver 1.1.1.1
    nameserver 9.9.9.9
  • Nach dem Schreiben prüft LCM die Auflösung (gegen die erste gepflegte Test-Domain, ersatzweise deb.debian.org). Scheitert sie, wird die Änderung automatisch zurückgerollt - Drop-in gelöscht bzw. Sicherung zurückgespielt, der Server bleibt arbeitsfähig. Der Job endet dann mit einem klaren Fehler.

  • Alle Felder leer + Anwenden = LCM gibt die DNS-Verwaltung wieder frei (Drop-in entfernt bzw. Sicherung zurückgespielt).

Es lassen sich höchstens drei Nameserver setzen; jeder muss eine gültige IPv4- oder IPv6-Adresse sein (kein Hostname).

Du setzt versehentlich 10.0.0.99 (ein Resolver, der von diesem Server aus nicht erreichbar ist):

  1. LCM schreibt das Drop-in bzw. /etc/resolv.conf und startet ggf. systemd-resolved neu.
  2. Der Auflösungstest gegen deb.debian.org schlägt fehl.
  3. LCM verwirft die neue Datei und spielt die Sicherung zurück, startet den Dienst erneut.
  4. Job-Ausgang: „DNS-Test nach dem Setzen fehlgeschlagen - zurueckgerollt” (exit 1). Der Server nutzt weiterhin seine bisherigen Resolver.

Der Test prüft rein lesend (getent / nslookup), ob die gepflegten Test-Domains auf dem Server aufgelöst werden. Ergebnis dreistufig:

StatusBedeutung
vollständig (grün)alle Test-Domains aufgelöst
teilweise (gelb)einige aufgelöst, andere nicht
keine Auflösung (rot)keine Test-Domain auflösbar

Der Test ist rein lesend und braucht kein sudo - er läuft daher auch im eingeschränkten Modus.

Auslösen:

  • Automatisch bei jedem Scan - die aktive DNS-Konfiguration wird ausgelesen und der Auflösungstest gleich mit ausgeführt. Das gilt für alle Scan-Wege: Hardware aktualisieren, Alles aktualisieren, den Scan beim Anbinden eines Servers und den geplanten System-Sync. Rein lesend und ohne sudo, kostet also nichts.

  • Server-Aktion - Server-Detail → Aktionen → DNS-Test.

  • Gruppen-Regel - in einer Gruppe eine Regel vom Typ „DNS-Test” anlegen (geplant oder manuell auslösbar); sie nutzt die zentral gepflegten Test-Domains.

Das Ergebnis erscheint auf der Server-Detailseite unter System & Security neben der Firewall - samt dem aktuell aktiven DNS des Servers (bei systemd-resolved die echten Upstreams via resolvectl, sonst die nameserver aus /etc/resolv.conf ohne den 127.0.0.53-Stub). Der genaue Ausgang je Domain steht im Job-Output und im Tooltip des Status, z. B.:

OK: github.com, cloudflare.com | FAIL: deb.debian.org

Dieses Beispiel ergäbe den Status teilweise (gelb) - ein Hinweis, dass ein Resolver nur einen Teil der Zonen bedient oder eine Domain (temporär) nicht auflösbar ist.